Metadaten für SEO – Die 3 wichtigsten Meta-Tags und wie du sie erfolgreich einsetzen kannst

Teil III der Reihe: SEO-Tipps für Einsteiger*innen

Metadaten … irgendwie kein so schönes Wort oder? Es klingt so technisch – und nach einer Menge Arbeit. Aber: Das muss es gar nicht sein! Denn wenn man einmal verstanden hat, worum es bei Metadaten geht und an welchen Stellen sie wie einzusetzen sind, dann geht einem diese SEO-Arbeit bald schon schnell von der Hand. Nachdem wir uns also in den ersten beiden Teilen der Artikel-Reihe „SEO-Tipps für Einsteiger*innen“ mit den SEO-Kriterien „Usability“ und „Mehrwert“ beschäftigt haben, geht es nun im dritten und letzten Teil um das Thema „Metadaten“. Was sie sind, warum sie so wichtig sind und wie man sie richtig einsetzt, um den eigenen SEO-Erfolg zu steigern, erfährst du jetzt hier.

Metadaten für SEO
Die richtigen Metadaten zu hinterlegen, ist wichtig für deine SEO. Nutze die Möglichkeiten, um höher in den Suchergebnissen zu ranken.
(Quelle/bearbeitet mit canva.com)

Was sind Metadaten: Definition

„Metadaten sind Hintergrundinformationen, die Webinhalte (wie Webseiten, Texte, Bilder und Videos) genauer beschreiben. Im Bereich SEO hat das den Zweck, den Suchmaschinen die Kategorisierung der Webinhalte zu ermöglichen. Durch die Metadaten zeigt sich die jeweilige Nutzerrelevanz. Google & Co. erhalten damit alle wichtigen Informationen, um die Webinhalte entsprechend den Suchanfragen ihrer Nutzer in den Suchergebnissen einordnen zu können. Deshalb sind Metadaten ein wichtiger SEO-Rankingfaktor“

www.frauwebtextet.de

Metadaten für SEO einfach erklärt

Den Wortbestandteil „Meta“ kennen viele sicher von dem Begriff „Metaebene“. Und das Wort „Ebene“ ist auch schon ganz gut, um das „Meta“ in den Metadaten für SEO zu beschreiben. Es sagt uns nämlich, dass sich die besagten Daten auf einer anderen „Ebene“ befinden. Der Duden hat dafür eine gute Definition parat:

Meta- „drückt […] aus, dass sich etwas auf einer höheren Stufe, Ebene befindet, darüber eingeordnet ist oder hinter etwas steht“

www.duden.de/rechtschreibung/meta_

Im Fall von SEO trifft Letzteres zu. Die Metadaten befinden sich „dahinter“, also im Hintergrund der zu beschreibenden Webinhalte. Wie können wir uns das aber genau vorstellen?

Ein Beispiel: Wenn du eine Webseite erstellst, dann hat diese Inhalte, z.B. einen Blogartikel. Indem du deinem (sichtbaren) Blogartikel Metadaten auf der (unsichtbaren) Hintergrundebene hinzufügst, kannst du Thema und Inhalt deines Artikels genauer beschreiben. Google bedient sich dieser Informationen, um den Inhalt deines Artikels zu erkennen. Google möchte und muss wissen: Welches Thema wird behandelt? Denn nur wenn Google das versteht, kann sie deinen Blogartikel denjenigen Suchenden anzeigen, die nach genau diesem Thema gesucht haben.

Wo finde ich die Metadaten?

Wo aber genau befinden sich nun diese Metadaten? Wo liegt dieser ominöse Hintergrund? Wo findest du die Ebene, auf der du die Metadaten eingeben kannst? Die Antwort: Im Backend. „Oh nein, schon wieder so ein technisches Wort!?“ Keine Angst, auch das lässt sich recht einfach erklären: Jede Webseite funktioniert über eine gewisse Technik. Um Inhalte auf eine Webseite zu bringen, nutzen wir sogenannte Content-Management-Systeme. Mit diesen „bauen“ wir eine Webseite, erstellen und designen Inhalte und laden diese hoch, damit sie letztlich online sichtbar werden. Das wohl bekannteste CMS ist WordPress. Daneben gibt es noch Typo3 oder aber auch einfachere Baukastensysteme wie Jimdo und WIX. Womit auch immer du deine Webseite betreibst (oder betreiben lässt): immer steht eine gewisse Technik dahinter.

CMS bestehen vereinfacht gesagt aus den zwei Bestandteilen Backend und Frontend. Das Frontend ist dasjenige, das letztlich online sichtbar wird, also z.B. der Blogartikel. Das Backend ist dessen entsprechende Bedienoberfläche. Sie liegt also hinter oder – wenn man so will – sie kommt als To-do-Schritt vor dem Frontend. Denn im Backend wird bestimmt, was letztlich im Frontend sichtbar ist: Wir benennen die Beitragsseite und fügen sie einem Menüpunkt und einer Kategorie hinzu. Wir geben die Überschrift ein, fügen den Artikeltext hinzu, laden ein Beitragsbild hoch, platzieren ein Kommentarfeld sowie Social-Media-Sharebuttons u.s.w. Wir kreieren also im Backend, was im Frontend später zu sehen ist. Um das besser zu verstehen, hilft uns folgende Infografik:

Metadaten für SEO Infografik
1. Google crawlt die Webseite und deren Metadaten für SEO, 2. erkennt die Inhalte der Webseite 3. kategorisiert und ordnet sie entsprechend in den Suchergebnissen ein.
(Hinweis: urheberrechtlich geschützte Infografik)

Wie wir rechts erkennen, befinden sich die Eingabefelder für die Metadaten ebenfalls im Backend – also im Hintergrund. Und genau hier wirst du tätig. Profis fügen ihre Metadaten als HTML-Codes ins Backend ein. Eine einfachere Variante bieten aber Plugins wie z.B. YOAST für WordPress. Sie bieten Eingabefelder, in die man die Metadaten direkt eingeben kann. Je nachdem, welches CMS du benutzt, gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. Solltest du deine Webseite von jemanden erstellen bzw. betreiben lassen, wird er wissen, wo die Metadaten einzugeben sind.

Was gebe ich als Metadaten ein?

Jetzt kommen wir zu den berühmten Keywords. Sie sind Schlüsselbegriffe, die das Thema deines Webinhalts beschreiben. Wenn du z.B. einen Blogartikel über „Hundefutter“ schreibst, ist das dein Keyword. Wenn es veganes Futter sein soll, dann ergänzt du das Keyword entsprechend, also „veganes Hundefutter“. Wenn du in deinem Artikel zeigen möchtest, wo man veganes Hundefutter kaufen kann, entsteht daraus deine Keywordphrase „veganes Hundefutter kaufen“.

Wenn du für ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Frage bei Google gefunden werden möchtest, solltest du deinen Webinhalt genau auf dieses Keyword bzw. diese Keywordphrase optimieren. Und wie machst du das? Genau: mit den Metadaten. Keywords sind der Kerninhalt deiner Metadaten. Mehr über Keywords erfährst du unter Punkt 2 in meinem Artikel „SEO-Basics“.

Die 3 wichtigsten Meta-Tags und wie du sie erfolgreich einsetzt

Wie kann das nun konkret aussehen? Um dir den Einsatz von Metadaten anschaulicher zu machen, nutze ich weiterhin das Beispiel vom Blogartikel über „veganes Hundefutter“. Ich gehe im Folgenden die 3 wichtigsten Meta-Tags durch, erkläre deren Bedeutung und Wirkung und fülle sie anhand des Beispiels aus. So kannst du das später individuell auf deine Webinhalte, Themen und Keywords übertragen. Noch zum Verständnis: Meta-Tags sind die verschiedenen Arten von Metadaten. Los geht’s! 🙂

1. Der Title-Tag / Der Seitentitel

Wie der Begriff schon sagt, ist der Title-Tag der Seitentitel einer Webseite. Der Title-Tag entspricht also dem Thema, das in dem Inhalt der Seite behandelt wird. Im besagten Beispiel ist das Thema „veganes Hundefutter“, also ist dieses Keyword auch der Title-Tag. Title-Tags sind die wichtigsten Metadaten, da es das vorrangige Ziel ist, Google klipp und klar verständlich zu machen, worum es in dem Blogartikel geht. Denn gibt ein Suchender bei Google „veganes Hundefutter“ ein, dann möchtest du schließlich, dass dein Artikel möglichst weit oben in den Suchergebnissen angezeigt wird. Damit das passiert, muss Google aber (durch die Metadaten) zunächst wissen können, worum es in deinem Artikel geht. Dafür dient der Title-Tag.

Der Title-Tag sollte so präzise wie möglich gewählt werden, damit den Suchmaschinen eine eindeutige Kategorisierung möglich ist. Frage dich also, für welches Keyword bzw. welche Frage du bei Google gefunden werden möchtest. In der Regel verwendest du dieses Keyword auch in der Überschrift. Das ist die H1. In unserem Fall könnte die Überschrift lauten „Veganes Hundefutter – 7 Alternativen und wo du sie kaufen kannst“. Du kannst dir also merken: Die Überschrift enthält dein Hauptkeyword. Dein Hauptkeyword ist dein Title-Tag. Indem du den Title-Tag mit deinem Hauptkeyword ausfüllst, optimierst du deinen Blogartikel seo-technisch genau darauf. Und das erhöht die Chance auf ein besseres Ranking in den Suchergebnissen, wenn jemand „veganes Hundefutter“ ins Suchfeld eingibt.

2. Die Meta-Description / Die Seitenbeschreibung

Neben dem Title-Tag kannst du auch die sogenannte Meta-Description ausfüllen. Sie ist die Seitenbeschreibung und benennt ausführlicher, was inhaltlich von deinem Blogartikel zu erwarten ist. Die Meta-Description ist weniger interessant für Google & Co., dafür aber umso wichtiger für die Suchenden – und deshalb genauso wichtig für deinen SEO-Erfolg. Warum? In der Seitenbeschreibung gibst du den Google-Nutzern einen Ausblick darauf, was sie in deinem Blogartikel erfahren werden. Du kannst ihnen also ganz gezielt Lust darauf machen und somit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie deine Webseite anklicken. Wie das? Die Meta-Description ist ein wichtiger Bestandteil des sogenannten Google-Snippets. Das Google-Snippet ist dasjenige, was den Nutzern als Suchergebnis optisch angezeigt wird. Die Meta-Description wird unter dem Seitentitel und der URL als quasi längster Text angezeigt. Dieser muss funktionieren, um zu überzeugen und somit möglichst viele Klicks zu generieren. Hier ein Beispiel:

Meta-Description veganes Hundefutter
Hier befinde ich mich in meinem Backend und gebe die Meta-Description ein. Oben siehst du, wie das Google Snippet dann aussehen wird.

Unsere Meta-Description könnte also lauten: „Du möchtest auf veganes Hundefutter umsteigen? Hier erfährst du alles über die 7 besten Alternativen und wo du sie kaufen kannst.“ Mit der Frage sprichst du den Suchenden gezielt an. Wenn er sie mit ja beantworten kann, wird er deine Seite höchstwahrscheinlich anklicken. Glückwunsch!

3. Das Alt-Attribut / Der Alternativtext

Multimedialität in Webinhalten ist wichtig. Denn Text allein ist eintönig und schwieriger zu konsumieren. Deshalb werden häufig auch Infografiken, Bilder oder Videos in die Webseite bzw. den Blogartikel eingebettet. Das soll die Nutzererfahrung (User Experience) der Leser positiver gestalten. Da nun aber die Suchmaschinen noch nicht in der Lage sind, optische Inhalte exakt auszuwerten, also zu erkennen, was genau zu sehen ist (ein Schmetterling oder Hundefutter), gibt es das sogenannte Alt-Attribut. Diesen kannst du deinem Artikelbild (als Metadaten) ebenfalls hinzufügen.

In unserem Beispiel: Wir haben ein Artikelbild ausgewählt, auf dem ein Hund mit einer Futterschale zu sehen ist. Im Alt-Attribut geben wir nun ebenfalls unser Hauptkeyword „veganes Hundefutter“ ein. Google & Co. erkennen somit, dass dein Bild ebenfalls im Zusammenhang zum Thema deines Artikels steht. Sie erkennen das als Mehrwert an und werden deinen Artikel also insgesamt besser bewerten. Und: im besten Fall dann auch höher ranken.

Metadaten für SEO: Fazit

Metadaten sind also ein wichtiger Bestandteil deiner SEO-Arbeit. Und sie liegen in deiner Veranwortung. Denn wenn du sie nicht oder nicht gut ausfüllst, lässt du dir die Chancen auf ein höheres Ranking entgehen. Du bist es, der die notwendigen Hintergrundinformationen zur Verfügung stellt, die Google braucht, um deine Inhalte verstehen und somit einordnen zu können. Zudem kannst du mit dem Google-Snippet die Klickentscheidung der Suchenden ganz konkret positiv beeinflussen. Nutze diese Chancen. Denn dann kannst du es schaffen, deine Rankings langfristig und nachhaltig zu erhöhen, somit online sichtbarer und letztlich erfolgreicher zu werden. Ich wünsche dir viel Spaß und vor allem Erfolg bei der Umsetzung deiner Metadaten für SEO.

Lust auf mehr?

Dies war der letzte Teil der Artikelreihe „SEO-Tipps für Einsteiger*innen“. Wenn du die ersten beiden Artikel noch nicht gelesen hast, kannst du es jetzt tun → zum Mehrwert-Artikel oder → zum Usability-Artikel. Wenn du noch weiter am Anfang deiner SEO-Arbeit stehst, kannst du auch erst einmal mit den Grundlagen-Artikeln „Keine Angst vor SEO mehr“ und den „SEO-Basiscs“ anfangen. Ich wünsche dir viel Vergnügen beim Entdecken, Stöbern und Lesen.

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