Qualitätscontent: Was gute Webinhalte wirklich ausmacht

Die 5 wichtigsten Aspekte im Überblick

Content ist nicht immer gleich guter Content. Das sollte er aber unbedingt sein, wenn du damit erfolgreich sein möchtest. In Zeiten, in denen das Internet von Inhalten jeglicher Art überschwemmt wird und nicht selten die Klasse darunter leidet, gilt es, sich gezielt von der Masse abzuheben und mit qualitativ hochwertigen Inhalten aufzutrumpfen. So gilt es bei der Erstellung von Webinhalten einige Aspekte zu beachten, die ausschlaggebend für den Erfolg sind. Welche die wichtigsten sind und wie du sie mit etwas Übung ganz einfach selbst umsetzen kannst, erfährst du in diesem Artikel. Viel Vergnügen beim Lesen und viel Erfolg bei der Umsetzung – wünscht frauweb!

Qualitätscontent
Nur guter Content bringt Erfolge und führt zur gewünschten Steigerung der Sichtbarkeit.

1. Alles steht und fällt mit dem Mehrwert

Auch wenn einige das Wort vielleicht nicht mehr hören können, kommen wir im Content Marketing absolut nicht drum herum, denn es ist das wohl wichtigste Qualitätsmerkmal guter Webinhalte: der Mehrwert. Letztlich geht es im Content Marketing um nichts anderes, als um die Bedürfnisbefriedigung der Zielgruppe. Denn damit versuchen wir unsere Interessenten erstens zu erreichen, zweitens zu überzeugen und drittens als Kunden zu gewinnen – das ist die Kernaufgabe guter Webinhalte. Unter „Mehrwert bieten“ verstehen wir dasjenige, was sich der Interessent von unserem Content erhofft. Denn nur deshalb konsumiert jemand Content – weil er sich davon einen Nutzen verspricht. Inhalte, die Mehrwert bieten, können Informationen, Problemlösungen sowie How-to-does sein oder auch unterhaltenden Charakter haben. In jedem Fall gilt es – wenn wir überzeugen wollen – genau den von unserer Zielgruppe geforderten Mehrwert anzubieten oder im besten Fall sogar zu überbieten. Somit ist zuallererst wichtig: Kenne deine Zielgruppe, fühle dich in sie hinein, lerne sie zu verstehen und ermittel daraus deren Bedürfnisse. Davon kannst du zunächst nicht nur zielgruppenrelevante Content-Themen ableiten, die du dann mit entsprechendem Mehrwert aufbereitest, sondern auch zielgruppengerechte Contentformate und -kanäle definieren. Je mehr die Themen, Formate und Kanäle dem Bedürfnis- und Konsum-Charakter deiner Zielgruppe entsprechen, desto erfolgreicher wirst du mit deiner Content-Marketing-Strategie insgesamt sein.

2. Was in keinem Fall passieren darf: Erwartungen enttäuschen

Der zweite Aspekt steht ebenfalls im Zusammenhang mit dem Mehrwert und bezieht sich auf den jeweiligen Text (Video, Podcast etc.) selbst. Wie gesagt: Content Marketing ist zu 100 % bedarfsorientiert. Denn nur so funktioniert er. Die Konsumenten investieren bewusst ihre Zeit und Kraft in deinen Content, weil sie ein Bedürfnis, ein Problem oder eine Frage haben. Sie entwickeln eine ganz klare Erwartungshaltung. Wenn sie diese nicht erfüllt sehen, werden sie enttäuscht sein – und das ist das gänzlich schlechteste, was passieren kann. Denn daraus folgt der Negativeffekt: kein Kauf, keine Weiterempfehlung und im schlimmsten Fall schlechte Bewertungen oder Kommentare, die abschreckend auch auf andere wirken. Das gilt es also in jedem Fall zu vermeiden. Wie?

  • Versprich in der Überschrift nichts, was du nicht halten kannst. Wenn der Interessent anhand der Überschrift gewisse Informationen erwarten darf, du ihm diese aber letztlich nicht gibst, wird er enttäuscht, unzufrieden oder gar wütend sein.
  • Sprich das Problem nicht nur zig mal an, indem du es hundertfach in anderen Worten formulierst. Liefer vor allem auch die Lösung. Das ist, was die Leser erwarten – und auch verdienen.
  • Schreibe ausschließlich bedarfsorientiert für deine Leser, nicht für dich. Schrecke nicht mit Egozentrik ab. Deine Zielgruppe interessiert sich nicht für dich, sondern nur für ihr Problem und wie sie es lösen können.
  • Enttäusche nicht durch Fehlinformationen oder schlechte Empfehlungen, denn das fällt am Ende auf dich zurück. Überprüfe deine Inhalte also auf Qualität. Stimmen deine Informationen und Aussagen? Sind sie schlichtweg wahr? Sind deine Vorschläge und Lösungsansätze auch praktisch umsetzbar, deine Produktempfehlungen wirklich gut? Mache es deinen Lesern einfach, dich ruhigen Gewissens weiterzuempfehlen.

Indem du die Erwartungen erfüllst, stellst du deine Interessenten nicht nur zufrieden, sondern zeigst auch Wertschätzung und Respekt: für die Zeit, die sie in deinen Content investieren und das Interesse, das sie dir entgegenbringen. Das ist wichtig, weil es Vertrauen und Sympathien schafft – die wichtigsten Faktoren, um die Kaufentscheidung deiner Interessenten positiv zu beeinflussen.

3. Je höher die Usability, desto geringer die Absprungrate

Content zu konsumieren, soll ein Genuss sein, Spaß machen, zufriedenstellen … oder aber zumindest in keinem Fall umständlich und kräftezehrend sein. Wir Menschen sind von Natur aus träge und in unserem Denken und Handeln effizienzgesteuert. Was wir grundsätzlich wollen, ist möglichst viel Ertrag mit möglichst wenig Aufwand. Also gilt: Mache es deiner Zielgruppe so leicht und angenehm wie möglich, deinen Content zu konsumieren und zum gewünschten Ziel zu gelangen. Denn wenn sie das Gefühl bekommen, unverhältnismäßig viel Zeit und Energie investieren zu müssen, um einen entsprechend unverhältnismäßig kleinen Nutzen zu generieren, werden sie deine Seite vorzeitig verlassen und aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht mehr wiederkommen. Hier sprechen wir von der bekannten Absprungrate, die möglichst gering sein sollte. Wie das geht?

  • Schreibe klar und verständlich und entsprechend dem Wording deiner Zielgruppe, damit es für sie nicht aufwendig wird, deine Inhalte zu verstehen.
  • Schreibe strukturiert und entsprechend dem roten Faden sinnzusammenhängend. Arbeite mit Zwischenüberschriften und Stichpunkten, damit du dem Leser die Möglichkeit gibst, das Thema zu überblicken und gezielter zu gewünschten Informationen zu scrollen.
  • Schreibe so lang wie nötig, aber so kurz wie möglich. Denn es sollte nicht das Gefühl entstehen, zu viel Zeit investieren zu müssen, um die notwendigen Informationen zu erhalten. Verkürze aber auch nicht so sehr, dass der Informationsgehalt (also der Mehrwert) darunter leidet. Achte einfach darauf, dass das Aufwand-Ertrag-Verhältnis stimmt.
  • Ermögliche ein angenehmes Lesen, indem du auf korrekte Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik achtest. Damit vermeidest du ein nerviges Beim-Lesen-ins-Stocken-Geraten. Zudem – auch wenn nicht alle selbst Sprachgenies sind – führen zu viele Fehler doch dazu, dass unterbewusst ein negativer Eindruck entsteht.
  • Ermögliche es deinen Nutzern, ihr Ziel einfach zu erreichen. Arbeite mit klaren Handlungsoptionen, die technisch auch sofort umsetzbar sind, z.B. mit Weiterleitungen zu themenverwandten Artikeln und Produktseiten oder mit Kontakt- und Kaufbuttons. Aber Achtung: Sicher dich ab, dass deine Verlinkungen funktionieren → Auf eine 404-Error-Seite zu gelangen, ist frustrierend.

4. SEO darf natürlich nicht fehlen

Eines ist sicher vielen bereits bekannt: Qualitätscontent steht immer im Zusammenhang mit SEO. Denn letztlich nützen die besten Inhalte nichts, wenn sie nicht auffindbar sind. Schließlich zielt Content Marketing auf Erhöhung der Sichtbarkeit und auf Reichweitensteigerung ab. Was vielen aber nicht bewusst ist, und das ist wirklich schön zu wissen: Wenn du die anderen hier genannten Aspekte beachtest und deren Umsetzung beherzigst, hast du SEO zum größten Teil schon automatisch erfüllt. Denn vor allem die Usability-Kriterien und der Mehrwert-Aspekt sind bedeutend für ein gutes Ranking in den Suchmaschinenergebnissen, da sie die Qualität deines Contents steigern. Je mehr Mehrwert du deinen Lesern gibst und je benutzerfreundlicher du deine Webinhalte gestaltest, desto glücklicher und zufriedener werden die Konsumenten sein – und somit auch die Suchmaschinen. Letztlich zielt SEO auf Qualitätssteigerung ab. Setzt du also die hier genannten Aspekte gekonnt um, machst du nicht nur deine Leser, sondern auch Google & Co. glücklich. Somit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Weitere SEO-Punkte sind u.a. Unique Content, Kategorisierung durch Meta-Daten sowie interne Verlinkungen und Backlinks.

Da SEO sehr komplex und umfangreich ist, begegnen viele dem Thema immer noch angstbehaftet. Wer jedoch im Hinterkopf behält, dass Suchmaschinenoptimierung letztlich Qualitätssteigerung bedeutet, erkennt, dass SEO eigentlich ganz logisch ist. Möchtest du dich dem Thema SEO einmal unvoreingenommen widmen und dir ein angenehmeres Grundverständnis davon aneignen? Dann empfehle ich dir meinen Artikel „Keine Angst vor SEO mehr“.

5. Ganz wichtig: Bleibe menschlich, werde nicht werblich

Content Marketing ist – so meine ich – die menschlichste und persönlichste Art des Marketings, die wir jemals hatten. Und gerade deshalb – so meine ich auch – ist sie so erfolgreich. „Bleibe menschlich, werde nicht werblich!“. Dieses Motto solltest du deshalb für alle deine Content-Marketing-Maßnahmen und im Hinblick auf Qualitätscontent im Hinterkopf behalten. Was aber ist damit gemeint? Kaufentscheidungen sind in erster Linie emotionsgesteuert, weshalb es wichtig ist, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Was es in erster Linie zu erwecken gilt, sind Sympathien und Vertrauen. Man kann es nicht oft genug betonen: die wichtigsten emotionsbasierten Faktoren, aufgrund derer sich deine Interessenten für oder gegen dich entscheiden. Zeige dich also authentisch und glaubwürdig. Bleibe menschlich und persönlich. Sei ehrlich und überzeuge damit deine Zielgruppe.

Am ehesten kannst du das umsetzen, wenn du Folgendes beachtest: Content Marketing ist keine Werbung im ursprünglichen Sinne! Verwechsel Webinhalte nicht mit klassischen Werbemaßnahmen. Ich empfehle dir:

  • Vermeide nervige Wiederholungen, die den Eindruck vermitteln, dass du um jeden Preis etwas verkaufen willst. Bleibe stattdessen nutzerrelevant, womit du Verständnis zeigst und deinen Interessenten das Gefühl vermittelst, dass es dir um ihr Wohl geht. Das schafft ungemein viel Sympathie.
  • Werde nicht aufdringlich, indem du immer wieder einen unterschwelligen Befehlston anschlägst. Gib deinen Lesern das Gefühl, dass du sie für autark und selbstbestimmt hältst, damit sie sich nicht bevormundet fühlen. Sie sollten dich nicht als überheblich wahrnehmen. Erteile deshalb auch keine Handlungsanweisungen, stattdessen gut gemeinte Handlungsempfehlungen an sinnvollen Stellen – und erkläre warum.
  • Erwecke bei deinen Lesern nicht das Gefühl, dass du sie nicht für voll nimmst, indem du immer wieder (rhetorisch anmutende) Fragen stellst, deren Antworten eh jedem klar sind, z.B. „Kennen Sie das nicht auch?“ oder „Wenn das und das so ist, würden Sie sich dann nicht auch wünschen, dass … ?“ Die Leser werden sich ansonsten für dumm verkauft vorkommen.
  • Bleibe authentisch und zeige dich nahbar: Wenn du also z.B. alleine arbeitest, schreibe nicht von „Wir“ oder „Mein Team und Ich“. Das Internet weiß ungemein viel und macht uns so transparent, dass du nicht schwer zu entlarven bist – und damit würdest du Glaubwürdigkeit und Vertrauen einbüßen.
  • Bausche deinen Content nicht künstlich und unrealistisch auf. Achte darauf, dass du Übertreibungen (wenn schon, dann) nur in Maßen einsetzt. Dezent und clever platziert können sie Neugierde wecken oder einen Wow-Effekt auslösen. Bei zu starken Übertreibungen, die ständig verwendet werden (wie „einfach atemberaubend“, „noch nie dagewesen“, „Erfolg zu 100 % garantiert“), werden die Leser allerdings skeptisch.

Qualitätscontent – so geht´s!

Für die Erstellung von Qualitätscontent – und wie dies auch für viele andere kreative Arbeiten gilt – bedarf es nicht nur handwerkliches Können, sondern auch Talent und fundierte Erfahrung. Aber: Es gibt einige „handwerkliche“ Kriterien, die guter Content in jedem Fall erfüllen muss, damit er wirkungsstark und zielführend ist. Diese lassen sich – einmal verinnerlicht – auf jeden Text anwenden. Und mit ein bisschen Übung kann so aus einem anfänglich vielleicht noch etwas mühsamen Schreibprozess schnell ein effizienter Workflow entstehen. Wenn du alle hier genannten Aspekte berücksichtigst und in deinem Content umsetzt, hast du die wichtigsten Schritte unternommen, um qualitativ hochwertigen und somit erfolgreichen Qualitätscontent zu produzieren.

Hast du Fragen zu der ein oder anderen Thematik? Hast du Ergänzungen oder siehst einige Punkte anders? Dann kommentiere gerne unter dem Artikel und starte eine fruchtbare Diskussion, von der wir alle noch etwas lernen können. Ich freue mich immer über Feedback. Vielen Dank für dein Interesse und viel Vergnügen und Erfolg bei deiner Contenterstellung – wünscht frauweb.


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