SEO-Basics einfach und verständlich erklärt

Die 4 wichtigsten Rankingfaktoren im Überblick

SEO: für einige immer noch ein unliebsames Thema. Es ist komplex, es ist umfangreich, und die Wirkungsweisen oft nicht einfach nachzuvollziehen, aber: Das Thema ist für alle Content Writer und alle, die mit Content Marketing erfolgreich sein wollen, unerlässlich. Denn Content muss gefunden werden, um wirken zu können. Im vorherigen Artikel „Keine Angst vor SEO mehr“ habe ich bereits versucht, mit dem Mythos um SEO aufzuräumen und ein angstfreieres Grundverständnis von Suchmaschinenoptimierung zu schaffen. Wer nun bereit ist, sich dem Thema einmal grundlegend zu nähern und sich ein erstes Grundwissen aneignen möchte, der erfährt hier alles Wissenswerte zum Thema SEO-Basics und über die 4 wichtigsten Rankingfaktoren. Einfach und verständlich erklärt, möchte ich SEO-Interessierten einen unaufgeregten und angenehmen Zugang zum Thema ermöglichen und im besten Fall auch Lust auf mehr machen. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht – wie immer – frauweb.

SEO-Basics
Wer sich dem Thema SEO Stück für Stück nähert, kann schon bald erste Rankingerfolge feiern.

SEO-Basics 1: Mehrwert

Der Begriff Mehrwert wird häufig als nebulös wahrgenommen, und es wird gefragt: „Was steckt denn eigentlich genau dahinter?“ Dabei können wir das Wort tatsächlich einfach wörtlich verstehen. Es geht darum, dem Nutzer mit dem Inhalt des Contents einen Mehrwert zu bieten. Die Inhalte eines Webtextes (Videos, Podcasts etc.) müssen also für den Konsumenten wertvoll, das heißt vor allem nützlich sein. Wir müssen ihm das geben, was er möchte. Konkret bedeutet das: Der Webseitenbesucher hat eine Frage/ein Problem → Du lieferst ihm in deinem Content die passende Antwort/Lösung. Wenn der Leser sich denkt: „Klasse! Damit kann ich was anfangen. Das hat mir geholfen“, dann hast du es geschafft, ihm den gewünschten Mehrwert zu liefern. Und that´s it.

Warum der Mehrwert entscheidend ist

Der Mehrwert ist zwar kein direkter Rankingfaktor für Google, da die Suchmaschine selbst das zufriedene Lächeln im Gesicht des Lesers nicht sehen kann. Aber: Der Mehrwert wirkt indirekt durch Wechselwirkung. Das heißt: Je besser der Mehrwert, desto lieber und somit häufiger wird dein Content angeklickt, konsumiert und weiterempfohlen. Und je mehr Klicks du bekommst, desto wertvoller und nützlicher stuft auch Google deinen Content letztlich ein und wird ihn entsprechend höher in den Suchergebnissen ranken. Der Mehrwert ist – meines Erachtens – die entscheidende Basis jeden guten SEO-Contents. Denn nur wenn die Konsumenten mit den Inhalten glücklich und zufrieden sind, wird es auf Dauer auch Google sein (die genannte Wechselwirkung). Zudem: Wenn du weißt, welchen Mehrwert du welcher Zielgruppe warum anbieten möchtest, kannst du davon weitere wichtige Infos für andere Rankingfaktoren ableiten. Zum Beispiel für deine …

SEO-Basics 2: Keywords

Wenn du deine Zielgruppe ermittelt hast, deren Interessen kennst und dich entschieden hast, welchen Mehrwert du deshalb bieten möchtest, dann kannst du dich an die Keywordrecherche begeben. Keywords (Schlüsselbegriffe) sind, wie es das Wort schon sagt, aussagekräftige Begriffe, die in direktem Zusammenhang zu deinem Thema stehen. Sie haben die Fähigkeit, dein Thema zu beschreiben, zu konkretisieren und somit zu kategorisieren. Und die Kategorisierung ist wichtig für Google & Co., da sie Content nur dann entsprechend der Suchanfrage von Nutzern in den Ergebnissen anzeigen können, wenn sie weiß, worum es thematisch überhaupt geht. Google möchte seinen Nutzern im besten Fall nur exakt die Inhalte anzeigen, nach denen diese auch gesucht haben. Weiß die Suchmaschine nicht, worum es geht, listet sie die Seite auch nicht in den Ergebnissen – logisch.

Warum Keywords so wichtig sind

Warum der richtige Einsatz von Keywords für ein gutes Ranking so wichtig ist, wird anhand der Überschrift besonders deutlich. Für sie gilt: Sie zeigt das Thema deines Contents. Sie ist das erste, was man sieht und liest. Und sie ist es, die in den Suchergebnissen zu oberst angezeigt wird. So kann nicht nur Google entscheiden, ob das Thema für den Suchenden relevant ist, sondern auch der Suchende selbst. Und da er derjenige ist, der den Klick auf das Suchergebnis tätigt, gilt es, ihn schon mit der Überschrift zu überzeugen.

Der Einsatz von Keywords innerhalb deines Textes wiederum gibt Google Aufschluss darüber, wie konsequent du dich wirklich mit der Thematik befasst. Lautet deine Überschrift: „Worauf du beim Kauf einer Matratze achten solltest“, dann aber entsprechende Keywords wie „Matratze“, „Bett“ und „schlafen“ nicht in deinem Text vorkommen, kann doch irgendwas nicht stimmen. Das wird sich auch Google denken und sich fragen, ob du das Thema wirklich ernsthaft und mit Relevanz für die Leser aufbereitet hast. Wohl eher nicht, wird die Suchmaschine meinen und entscheiden: also raus damit aus den Suchergebnissen.

SEO-Basics 3: Metadaten

Keywords kommen auch noch an anderer Stelle zum Einsatz bzw. sollten es unbedingt. Und zwar in den sogenannten Metadaten. Dies sind, wie der Wortbestandteil „Meta-“ schon andeutet, Daten, die auf einer anderen Ebene als im später sichtbaren Artikel hinterlegt werden – in diesem Fall im Hintergrund. Jeder Beitrag, der veröffentlicht wird, besitzt ein sogenanntes Backend: eben diesen genannten Hintergrund. Hier wird bestimmt und festgelegt, wie der Content letztlich auf der Webseite angezeigt wird (das Sichtbare ist dann das Frontend). Es werden die Texte eingegeben, Bilder eingefügt, die Formatierung bestimmt, das Design erstellt und … aber eben auch die besagten Metadaten hinterlegt.

Metadaten sind eine zusätzliche Beschreibung für Inhalte jeder Art (z.B. Text und Bilder). Sie sind eine weitere Kategorisierungshilfe für die Suchmaschinen. Da Google z.B. (noch) nicht erkennen kann, was sich visuell auf einem Bild tatsächlich befindet (ob ein Apfel oder ein Fahrrad zu sehen ist), gibt es das sogenannte Alt-Attribut im Backend. Hier kannst du einen kurzen Alternativtext eingeben, der den Inhalt deines Bildes beschreibt. So kann Google das Bild thematisch einordnen und erkennen, ob es ebenfalls zu deinem Thema passt und somit deinen Content aufwertet.

Metadaten für das Google Snippet

Mit anderen Metadaten kannst du z.B. Inhalt und Optik des sogenannten Google-Snippets bestimmen. Der Google-Snippet ist dasjenige, was über deine Webseite in der Suchergebnisleiste angezeigt wird. Im Fall einer Webseite ist dies die Beschreibung des Inhalts bzw. des Themas. Im konkreten Fall eines Blogartikels wäre es die Überschrift. Darunter folgt die URL und eine etwas ausführlichere Beschreibung des zu erwartenden Inhalts.

Mit dem Google Snippet lieferst du den Suchenden alle wichtigen Infos auf einen Blick. Nutze es, um direkt zu überzeugen.

Du hast also direkten Einfluss darauf, was den Suchenden als Ergebnis von dir angezeigt wird. Diese Entscheidungsmöglichkeit solltest du nutzen, da anhand dieser Informationen wieder sowohl Google als auch die Nutzer entscheiden können, ob das Thema für sie relevant und somit lesenswert ist oder nicht. Lass also auch in den Metadaten die wichtigsten Keywords zum Einsatz kommen, damit für alle Beteiligten eine klare Kategorisierung deines Contents möglich ist. Nur dann kann die Suchmaschine deine Webseiten entsprechend in den Suchergebnissen einordnen. Und nur dann können die Nutzer erkennen, ob sie in deinem Content wohl finden werden, wonach sie gesucht haben.

SEO-Basics 4: Usability

Usability lässt sich übersetzen mit den Worten „Benutzerfreundlichkeit“, „Verwendbarkeit“ und „Praktikabilität“. Was steckt in alledem drin? Die Frage danach, wie einfach, angenehm und letztlich zufriedenstellend der Internetuser eine Webseite besuchen, benutzen und Content konsumieren kann. Die Usability betrifft u.a. technische Aspekte wie z.B. die Ladegeschwindigkeit. Das kann man sich ganz einfach vorstellen: Benötigen Webseite und Inhalt zu lange, um geladen und sichtbar gemacht zu werden, wird der Besucher ungeduldig und verliert evtl. das Interesse. Google kann die Ladegeschwindigkeit messen und bestraft lange Wartezeiten mit schlechteren Rankings. Zudem spielt die Funktionalität von Links eine Rolle: Führen Weiterleitungen nicht zu den erwarteten Inhalten oder gar auf 404-Fehlerseiten, wird der Besucher enttäuscht sein. Auch Google erkennt die strukturellen Zusammenhänge von Webinhalten und belohnt sinnvolle Inhaltsanordnungen durch Verlinkungen und Weiterleitungen. Fehlerquellen wie 404 kann Google ebenfalls auswerten. Zu viele davon, und deine Webseite sinkt im Ranking.

Inhaltliche Usability-Aspekte hingegen beziehen sich vor allem auf verständlichen Aufbau und übersichtliche Struktur des Textes. Gewisse Formatierungen sorgen für ein angenehmeres Lesen. Achte z.B. darauf, dass deine Abschnitte nicht zu lang sind und du sie durch Zwischenüberschriften gliederst. So bleibt der Inhalt für den Konsumenten überschaubarer – das Lesen wird im leichter fallen. Achte unbedingt auch auf die korrekte Rechtschreibung und Grammatik. Zu viele Fehler nerven nicht nur den Leser und lassen ihn ins Stocken geraten, sondern können auch von Google aus- und bewertet werden.

Usability als einer der wichtigsten Rankingfaktoren

Die Usability ist das wohl umfangreichste SEO-Thema. Es beinhaltet viele Aspekte, die es zu beachten gilt. Die oben genannten sind nur einige davon. Da das Thema Benutzerfreundlichkeit so umfangreich ist, ist es auch eines der wichtigsten Rankingfaktoren. Da man hier an vielen SEO-Stellschrauben drehen kann, lässt sich damit viel bewirken. Und letztlich steht die Usability – wie auch der Faktor Mehrwert – in einem sehr engen Zusammenhang mit der Zufriedenheit der Leser. Je mehr Mehrwert sie bekommen, desto glücklicher sind sie, und je höher der Grad der Usability ist, desto zufriedener werden sie während des Konsumierens sein. Und das Gefallen und die Zufriedenheit der Nutzer ist letztlich für Google eines der wichtigsten Bewertungskriterien für guten Content.

SEO-Basics: Fazit

Vereinfacht und zusammenfassend gesagt also: Mache alle mit deinem Content so glücklich und zufrieden wie nur möglich – deine Zielgruppe und somit auch die Suchmaschinen. Denn die sind zufrieden, wenn es die Nutzer sind. Und: Sorge mit den richtigen Keywords und Meta-Daten dafür, dass deine Inhalte klar zu kategorisieren sind. Wer das schafft, hat die Chance, mit seinen Inhalten unter die Top 10 zu landen. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei – und viel Freude mit deinen ersten Resultaten. Denn du wirst sehen: Schon wenn du die hier genannten grundlegenden SEO-Basics beachtest, kannst du einiges für dein Ranking bewirken. Erste Erfolge zeigen sich schnell und spornen dich hoffentlich und im besten Fall dazu an, am Ball zu bleiben. Es wird sich lohnen.

Wenn du nun bereit bist, einen Schritt weiter zu gehen, und dich tiefgehender mit SEO und den Rankingfaktoren beschäftigen oder sogar gleich in die Umsetzung starten willst, empfehle ich dir meinen Artikel „SEO-Tipps für Einsteiger*innen – Teil I: Mehrwert“. Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, schreib sie mir gerne in den Kommentaren. Bis dahin eine gute Zeit und viel Erfolg mit deinen ersten SEO-Schritten – wünscht frauweb.


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